Zertifizierungskurs Bodenkundliche Baubegleitung

Modul 1 am 15. & 16. Oktober, Modul 2 am 22. & 23. Oktober, Modul 3 am 12. & 13. November

Hintergrund und Ziele

Der Bodenschutz wird im Rahmen von Bauvorhaben immer wichtiger. Besonders bei Großprojekten wie der Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitugen in Gräben sind große Bodenflächen betroffen. Im November hat der Bundesrat der Mantelverordnung zugestimmt. Damit ist die Möglichkeit der Anordnung einer Bodenkundlichen Baubegleitung vorgesehen. Somit wächst der Bedarf an fachlich qualifizierter Baubegleitung.

Auftraggebende versuchen zunehmend, die Eingriffe in die Böden so gering wie möglich zu halten. Die Folgen von Fehlern in der Planung sowie der Zulassung von Baustellen sind für den Boden meist irreversibel.

Der Bundesverband Boden e.V. bietet in Kooperation mit der Universität Osnabrück den Zertifizierungs-Lehrgang „Bodenkundliche Baubegleitung“ an. Die Zertifizierung ermöglicht den Teilnehmenden baubedingte Schäden der natürlichen Bodenfunktionen zu erfassen und zu bewerten.

Zudem werden die Anforderungen der neuen DIN 19639 für den „Baubegleitenden Bodenschutz“ vermittelt. Es ist eine berufsbegleitende Zusatzqualifikation. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung erhält jeder Teilnehmende ein anerkanntes Universitätszertifikat.

Zielgruppe
Personen, die im vorsorgenden Bodenschutz arbeiten und in ihrer Funktion als Gutachterin oder Gutachter in einem Büro oder als Angestellte oder Angestellter einer Bodenschutzbehörde im Rahmen von Bauprojekten Aussagen zu Bodenbeeinträchtigungen treffen müssen.

Internetauftritt des Bundesverbandes Boden e.V.:

www.bvboden.de/bodenkundliche-baubegleitung/zertifizierungslehrgang

Anmeldeunterlagen

Bundesverband Boden e.V.
Geschäftsstelle
Maike Bosold
Tel.: +49 5472 96 62 39
E-Mail: bosold@bvboden.de

Inhalte

Modul I
Freitag, 15. Oktober 2021, ab 13:00 Uhr
Samstag, 16. Oktober 2021, ganztägig

Themen: Planung und Zulassung von Bauvorhaben, Rechtliche Voraussetzungen, Grundlagen der Bautechnik, der Bodenphysik und Bodenmechanik


Modul II
Freitag, 22. Oktober 2021, ab 13:00 Uhr
Samstag, 23. Oktober 2021, ganztägig

Themen: Bauausschreibung, Bodengefährdung, Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen, Zwischenbewirtschaftung und Rekultivierungsmaßnahmen

 

Modul III
Freitag, 12. November 2021, ab 12:00 Uhr
Schriftliche Prüfung, Kommunikationstraining

Samstag, 13. November 2021
Praktische Einzelprüfung im Gelände

Referenten und Referentinnen

Der Inhalt des Zertifizierungs-Lehrgangs wird von qualifizierten Mitgliedern des Bundesverbandes Boden e.V. aus Verwaltung, Gutachterbüros und Hochschulen vermittelt.

Voraussetzung für die Anmeldung

Der Lehrgang richtet sich an Personen, die bereits über grundlegende Kenntnisse in der Feldbodenkunde verfügen. Fundierte Kenntnisse über die Ansprache eines Bodenprofils nach der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA5) sind Voraussetzung für die Teilnahme.


Erforderliche Nachweise für die Anmeldung:

  1. Abschlusszeugnis eines Studienganges mit bodenkundlichen Inhalten (zum Beispiel Bodenwissenschaften, Agrarwissenschaften, Geoökologie, Geographie, Geologie, Umweltwissenschaften) an einer Universität oder Hochschule mit Zusammenstellung besuchter Veranstaltungen mit bodenkundlichen Inhalten.
  2. Arbeitszeugnis über eine mindestens dreijährige berufliche Tätigkeit im Bodenschutz (selbstständige Gutachtertätigkeit oder Angestellte/Angestellter eines Gutachterbüros oder Angestellte/Angestellter einer Bodenschutzbehörde).
  3. Teilnahmebescheinigungen von Kartierkursen bzw. Praktika in der Feldbodenkunde (3- bis 5-tägig oder zweistündig als Semesterveranstaltung) oder Nachweis einer Kartiertätigkeit (Beschäftigungsnachweis) oder über Erstellung von Gutachten, an denen die angemeldete Person beteiligt war und aus denen ersichtlich wird, dass eine Bodenansprache im Gelände erfolgt ist.

Hinweis
Bei erfolgreicher Teilnahme wird ein Zertifikat der Universität Osnabrück ausgehändigt.

Die Fortbildung findet statt, wenn eine Mindestteilnehmerzahl erreicht ist.

Teilnahmegebühr

Die allgemeine Veranstaltungsgebühr des Lehrgangs beträgt 2950 €.