Hydrogeologie / Wasserressourcenmanagement

Analyse der Haldenwässer Menteroda und Vorschläge zur Fassung und Trennung hoch- und niedrig-salinarer Lösungen

Auftraggeber: LMBV mbH
Bearbeitungszeitraum: 2014

Der gegenwärtig auf das Becken Menteroda fallende Niederschlag führt dazu, dass das gesammelte Haldenabwasser verdünnt wird und damit die Flutung in Volkenroda sowohl von der Menge als auch vom Flutungszeitraum her nicht optimal ist.

Im Rahmen der Studie war deshalb zu untersuchen, welche Möglichkeiten der Trennung von hoch-salinarer und niedrig-salinarer Lösung möglich sind. Ziel ist es, nur die hoch-salinare Lösungen zur Flutung in Volkenroda zu verwenden und damit den Flutungs-zeitrum für Volkenroda zu verlängern.

Dazu wurden folgende beiden Aufgabenteile bearbeitet:

1)   Eine Analyse der von der Halde abfließenden Wässer hinsichtlich Entstehung (Oberflächenwasser, Sickerwasser), Mengen und Qualitäten im Ist Zustand, auf Basis der „Gesamtkosten Studie Kali“ und Betriebsunterlagen. Die Fließwege und Ableitungen sind zu erfassen und in einem Systembild darzustellen.

2)   Entwicklung eines Konzepts mit Varianten zur Trennung der hoch-/niedrig-salinaren Ströme unter Einbeziehung des Stapelbeckens. Es waren technisch umsetzbare Lösungen zu skizzieren und zu bewerten.

An der Halde Menteroda wird das gefasste Haldenabwasser in einem Stapelbecken (V = 90.000 m³, A =32.000 m³) zwischengespeichert, bevor es aktuell zu 100 % zur Flutung der Grube Volkenroda genutzt wird. In den Jahren 2004-2013 wurden im Mittel ca. 178.000 m³/a Sickerwasser mit einer mittleren Cl-Konzentration von 130 g/L gefasst. Mit dem gefassten Sickerwasser fielen im Mittel ca. 26.200 t Chlorid pro Jahr an.

Durch die wasserstauenden bzw. abdichtenden Eigenschaften des Haldenuntergrundes sind diffuse Einträge in den tieferen Untergrund vernachlässigbar.