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Verleihung des Dresdner Grundwasserforschungspreises 2019

Im Rahmen der Dresdner Grundwassertage am 03./04.06.2019 wurde traditionell der Dresdner Grundwasserforschungspreis 2019, ausgelobt für innovative, wissenschaftliche Arbeiten junger Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der Grundwasserforschung, von der Stiftung zur Förderung der Wissenschaftlichen Schule Zunker-Busch-Luckner an herausragende Dissertationen verliehen.

 

Die Bewertung der sechs sehr gut begründeten Anträge mit ausgezeichneten Dissertationen und die Erarbeitung eines Vergabevorschlages an das Stiftungskuratorium erfolgte durch eine Jury, bestehend aus Herrn Prof. F. Börner (TU Berlin), Herrn Prof. L. Luckner, Dr. habil. F. Bilek (beide GWZ Dresden) und Herrn Prof. R. Liedl (TU Dresden) als Vorsitzendem.

 

Die den kumulativen, überwiegend in Englisch verfassten Dissertationen zugrunde liegenden Paper wurden zumeist in renommierten internationalen Zeitschriften publiziert. Die eingereichten Arbeiten reflektieren auch in diesem Jahr wieder besonders die Vielfalt an Tools geowissenschaftlicher Forschung, wie z. B. Theorieentwicklung, numerische Simulation, systematische Experimente in Labor und Technikum, Monitoring und Feldversuche.

 

Die Arbeiten wurden alle von exzellenten Betreuern vorgeschlagen und sind selbst alle von hervorragender Qualität. Dies zeigt sich schon in der Bewertung der Universitäten, die in der Mehrzahl das Prädikat „Summa cum laude“ vergaben. Wie in den Vorjahren war die Exzellenz der Themenbearbeitung, Kreativität, den Nutzen für die Grundwasserforschung einschließlich der Verbreitung der Ergebnisse, Anwendungsbezug sowie die Klarheit und Strukturiertheit der Darstellung komplexer Sachverhalte letztendlich entscheidend für die Preisvergabe. Unter Beachtung dieser Gesichtspunkte wurde sich einvernehmlich dafür ausgesprochen, den Dresdner Grundwasserforschungspreis 2019

 

Frau Dr. Tamara Kolbe

zuzuerkennen.

Frau Dr. Kolbe hat an der Université de Rennes (Frankreich) zum Thema „Temporal and spatial structures of denitrification in crystallin aquifers “ promoviert. Für den Preis wurde die Dissertation von Jan-Raynald de Dreuzy, Directeur de l’OSUR, Université de Rennes, Environmental Science Department vorgeschlagen. Ihre anwendungs­orientierte Arbeit befasst sich mit prozessbezogenen Untersuchungen zum Nitrattransport und Denitrifikations-prozessen in oberflächennahen Aquiferen. Die Untersuchung der Transport- und Abbauprozesse erfolgte modellbasiert und unter Einbeziehung umfangreicher experimenteller Daten unter anderem am Beispiel eines ungespannten Grundwasserleiters im Kristallin in einem intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebiet. Von applikativem Interesse sind neue Konzepte zur Interpretation des Denitrifikationspotentials in Aquiferen.

 

Eine Darstellung der Arbeit sowie eine eingehende Würdigung der Leistungen in Form der Laudation werden in den Vortragslangfassung der Tagung enthalten sein, die in den Proceedings des DGFZ e.V. veröffentlicht werden.

 

An dieser Stelle möchten wir natürlich ebenso unsere Freude zum Ausdruck bringen, dass auch die anderen fünf eingereichten Arbeiten ihre Anerkennung durch die Stiftung „Wissenschafliche Schule Zunker-Busch-Luckner“ gefunden haben:

 

Dr. Eric Petermann „Submarine and Lacustrine Groundwater Discharge: Localization and Quantification using Radionuclides and Stable Isotopes as Environmental Tracers”, vorgeschlagen von Prof. Dr. Holger Weiß, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH, Leipzig-Halle;

 

Dr. Matthias Munz „Water flow and Heat transport modelling at the interface between River and Aquifer”, vorgeschlagen von Prof. Dr. Sascha Oswald, Universität Potsdam;

 

Dr. Madeleine Stoll „Colloid mobility controlling processes in single fractures – a bottom-up approach”, vorgeschlagen von Prof. Dr. Thorsten Schäfer, Friedrich-Schiller-Universität Jena;

 

Dr. Stephan Ludger Seibert „Hydrogeochemical Processes in a Barrier Island Aquifer (Spiekeroog, Northwest Germany)“, vorgeschlagen von Frau Prof. Dr. Grudrun Massmann, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg und

 

Dr. Sebastian Paufler „Untersuchungen zur Steuerung der Mangankonzentration bei der Uferfiltration und unterirdischen Enteisenung/Entmanganung“, vorgeschlagen von Herrn Prof. Dr. Thomas Grischeck, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Dresden.