Bodenwasserhaushalt und Grundwasserneubildung

am 29. und 30. April 2021

Die Erfassung und Quantifizierung des oberflächennahen Wasserhaushalts von unterschiedlichen Einzugsgebieten ist eine der Herausforderungen, der sich Hydrologen, Bodenkundler und Hydrogeologen bei der Bewertung von Eingriffen in den Naturhaushalt und zunehmend auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel häufig zu stellen haben. Auf Grund der Komplexität und Dynamik der Wasserhaushaltsprozesse und deren Verflechtung sowohl untereinander als auch mit anderen, nichthydrologischen Prozessen ist der Einsatz von Wasserhaushaltsmodellen zumindest sinnvoll, wenn nicht sogar notwendig. Derartige Modell sind anerkannte und weit verbreitete Werkzeuge.

Ziel der Weiterbildungsveranstaltung ist es, die Teilnehmer mit den wesentlichen Zielen und Inhalten von Wasserhaushaltsuntersuchungen vertraut zu machen, für die lokale Skala geeignete Modelle inhaltlich-methodisch und anwendungsseitig vorzustellen und diese für praxisorientierte Aufgabenstellungen anzuwenden. Die Anwendung von Wasserhaushaltsmodellen steht dabei im Vordergrund. Den Teilnehmern soll vermittelt werden, welche Einsatzmöglichkeiten Wasserhaushaltsmodelle bieten, wo ihr Einsatz notwendig ist, wo die Grenzen ihrer Anwendung liegen und was bei ihrer Anwendung beachtet werden sollte.

Die Fortbildungsveranstaltung richtet sich vorrangig an Vertreter von Behörden und Ingenieurbüros, die sich im Zusammengang mit Planungs- und Bemessungsaufgaben mit wasserhaushaltlichen Fragestellungen befassen. Hydrologisch-bodenkundlich-hydro­geologische Grundkenntnisse sind wünschenswert, aber nicht zwingend notwendig.

freie Plätze verfügbar

Referenten

Dr. habil. Volkmar Dunger
TU Bergakademie Freiberg

Dr. Klaus Berger
Institut für Bodenkunde, Universität Hamburg
Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN)

Themen

  • Notwendigkeit von Wasserhaushaltsuntersuchungen, Modellkonzepte und modellierbare Prozesse
  • Anwendungsbeispiele von Bodenwasserhaushaltsuntersuchungen auf Einzugsgebietsebene, im Zusammenhang mit Altlasten, Halden und Deponien

  • Nutzung von Bodenwasserhaushaltsmodellen als Vor­aussetzung von instationären Grundwasserströmungsmodellierungen

  • Modellvalidierung v.a. anhand von Messdaten

  • Praktische Übungen am PC mit den Modellen HELP und BOWAHALD: Modellparametrisierung, Simulation, Weiterverarbeitung und Interpretation von Simulationsergebnissen

Teilnahmegebühren

510 EUR normal

410 EUR ermäßigt (Behörden und DGFZ-/BWK-/BDG-Mitglieder)

Anmeldung bitte bis: 22.03.2021

Nach dem Meldeschluss erfolgt die Rechnungslegung. Enthalten sind in der Gebühr umfassende Lehrgangsunterlagen, Pausengetränke, Imbiss und Mittagessen.

Bei Nicht-Einhalten der Zahlungsfrist laut Rechnung kann der Platz ggf. an weitere Interessenten vergeben werden.

weitere organisatorische Hinweise

RÜCKTRITT VON EINER VERANSTALTUNG
Die Absage muss schriftlich bei uns eingehen. Außerhalb der gesetzlichen Widerrufsfristen gilt Folgendes: Bis zur Rechnungslegung (i. d. R. bei Erreichen der Mindestteilnehmerzahl) kann der/die Teilnehmer/in kostenfrei vom Vertrag schriftlich zurücktreten. Bei Rücktritt nach Rechnungslegung berechnet das DGFZ e.V. eine Stornogebühr. Bei Veranstaltungen mit einem Entgelt bis zu 250 EUR beträgt die Stornogebühr 25 EUR. In sonstigen Fällen ist eine Stornogebühr in Höhe von mindestens 10 % des Teilnehmerentgeltes fällig.

Für Stornierungen ab 14 Kalendertagen vor Kursbeginn werden Stornogebühren von 50 %, ab 7 Kalendertagen von 80 % des Kurspreises in Rechnung gestellt. In Einzelfällen werden höheren Gebühren fällig, diese sind auf der Rechnung ausgewiesen.

Es kann ein Ersatzteilnehmer benannt werden, der mit allen Rechten und Pflichten in den Vertrag eintritt.